Pressemitteilung: Sárközy trifft Nagel auf den Kopf

Schon seit Jahren fällt einem beim Gang durch die Plauener Innenstadt auf, dass die
Bahnhofstraße oberhalb der „Kolonaden“ immer mehr ausstirbt. Dagegen muss etwas getan werden! Wahrscheinlich wird die Bahnhofstraße nie mehr DIE Einkaufsmeile von Plauen werden, dass wissen wir. Trotzdem unterstützten wir die Vorschläge von Baubürgermeister Levente Sárközy, die für eine Einkaufsmeile auf der Bahnhofstraße sprechen.

Versuchen wir das unmögliche, um das Mögliche möglich zu machen!

Vor allem fordern wir eine bessere Infrastruktur rund um die Bahnhofstraße. Es ist sinnvoll die Straßenbahn vom Tunnel bis zum Albertplatz kostenlos nutzbar zu machen um schneller, einfacher und bequemer einkaufen zu können.

Wir begrüßen es, dass Sarközy auch das „Parkplatzproblem“ anspricht. Wir fordern die Einrichtung eines „park and ride Systems “ in der Stadt installieren um Parkflächen rund um den Albertplatz frei werden zu lassen.
Auf diese Art kann man das Auto auch am Rand der Bahnhofstraße stehen lassen und ganz nebenbei die Umwelt schonen.
Um besonders neue EinzelhändlerInnen anzuwerben muss das neue Einzelhandelskonzept auch als Vision verstanden werden, sodass möglichst wenige leere Schaufenster das Stadtbild prägen.

Gute Beispiele für Lokaleröffnungen aus jüngster Zeit sind die „Milchbar“ und die „Neue
Kaffeerösterei“. Denn vor allem Cafés sorgen für eine kulturelle Bereicherung der Stadt und für Raum und Freizeit. Dies macht eine Stadt wesentlich attraktiver – vor allem auch für junge Menschen.

Alle Gemeinsam sollten jetzt Visionen schaffen, für eine lebendige Bahnhofsstraße, die sowohl Einkaufsmöglichkeiten als auch Raum für Freizeit im Herzen Plauen bietet!

PM: Nehmt die Jugendlichen endlich ernst!

Plauen – Am 6. Dezember 2012 wurde die Skaterhalle „Rollkantine“ durch die Bauaufsicht der Stadt Plauen aus „bauordnungsrechtlichen und Brandschutzmängeln“ geschlossen. Eine neue Halle könnte im Kulturzentrum „Alte Kaffeerösterei“ entstehen. Dazu erklären Daniel Bache und Lars Legath (Stadtrat Fraktion DIE LINKE.) für die linksjugend [’solid] Vogtland:

„In Plauen beschwert man sich gerne darüber, dass die Jugend nur noch am Tunnel sitzt, trinkt und raucht. In Anbetracht dessen zeugt es nicht gerade von politischer Sensibilität, der städtischen Jugend ausgerechnet mitten im Winter, am Nikolaustag, mit der „Rollkantine“ eine ihrer Freizeitmöglichkeiten zu nehmen.

Die von der Bauaufsicht angegebenen Gründe zur Schließung der Halle sind durchaus
nachvollziehbar, doch diese bestanden auch bei der Schließung und Wiedereröffnung letztes Jahr. Zur Sicherung der Halle hat die Stadt dem Betreiberverein 18.000,- Euro zur Verfügung gestellt, dieser hat das Geld auch an den Vermieter überwiesen. Wofür sind diese Gelder verwendet wurden? Diese Frage haben wir auch gestern im Stadtrat noch einmal aufgeworfen.

Auch wenn die bestehenden Mängel behoben sind, dürfen maximal 20 Personen gleichzeitig darin skaten – ist völlig irreal! Die Sektion Skaten beim Post SV Plauen hat 70 zahlende Mitglieder, dazu kommen noch viele Besucher_innen aus ganz Deutschland.
Auch wenn die von Bürgermeister Manfred Eberwein in einem Gespräch mit den Skater_innen zu begrüßen ist, müssen den Worten allerdings auch Taten folgen. Die Jugendlichen wünschen sich ein neues Domizil in der „Röste“, dafür sollte die Stadt jetzt Fördermittel beantragen, damit der deutschlandweite Skate-Contest 2014 nicht wie kommendes Jahr ausfallen muss, sondern planmäßig stattfinden kann.

Nehmen Sie die Interessen der Jugend endlich wieder ernst, damit die Stadt zukünftig auch für die junge Generation wieder attraktiv wird.“

Pressemitteilung Zum Protestaufruf der Linksjugend [’solid] Vogtland

Schweinemastanlage in Schöneck – Alles ist gut?!

Schöneck – Zur der für heute geplanten Kundgebung der Linksjugend [’solid] Vogtland erklärt Daniel Bache (Organisator der Kundgebung):

„Bedauerlicherweise blieb unser Aufruf zum Protest gegen die geplante neue
Schweinemastanlage in Schöneck ohne jegliche Resonanz aus der Bevölkerung.
Das ist für uns ein Zeichen dafür, dass die Menschen mit den derzeitigen Planungen für eine Schweinemastanlage einverstanden und zufrieden sind.

Dennoch bedanken wir uns bei allen Helferinnen und Helfern, sowie den Ordnungsbehörden für die Unterstützung.“

Mit Blick auf die Zukunft fügt Bache hinzu:
„Die Artikel der letzten Tage und der heutige Versuch einer Aktion vor Ort, haben uns eines
gezeigt: Es gibt noch einiges zu tun, denn wir werden auch weiterhin für einen bewussten
Umgang mit Lebensmitteln sowie den Ausbau der Rechte von Tieren werben.“

Voller Erfolg! – Podiumsdiskussion „Homosexuell im Vogtland“

geschrieben von André Hegel (Sozialistische Linke Vogtland)
und Daniel Bache (linksjugend [’solid] Vogtland)
In der Vergangenheit ist der Freistaat Sachsen immer wieder durch homonegative, also homosexuellenfeindliche, Ausfälle seiner politischen Vertreterinnen und Vertreter aufgefallen. Während Mensch die Stadt Dresden im krassen Gegensatz zu vielen anderen Städten strikt weigert zum Christopher Street Day die Regenbogenflagge vor dem Rathaus zu hissen, werden aus dem Erzgebirge Hassmails an homosexuelle Mitglieder des Deutschen Bundestags geschickt und im Vogtland werden Homosexuelle von Stadträten als krank und gestört diffamiert.

20120527homosex-Seite001Anlässlich der aktuellen Situation fand am Mittwoch, dem 13. Juni, in der “Alten Feuerwache“ in Plauen eine Podiumsdiskussion mit einigen Gästen statt. Namentlich waren dies Marie Nele Wolfram (Jugendparlament Plauen), Jenny Oehmgen (CDU Vogtland), Carsten Schatz (DIE LINKE.queer Berlin und Deutsche AIDS-Hilfe), Andy Darby (Leiter der Galerie Forum K und Plauener Stadtrat), sowie Frank Trtschka (Sportler und Plauener Bürger). Moderiert wurde der Abend von Daniel Bache einem Vertreter der linksjugend [’solid], welche die Veranstaltung gemeinsam mit dem Stadtverband Plauen und der Regionalgruppe “Sozialistische Linke“ Vogtland organisierte. Als Erfolg kann die Aktion wohl bereits deshalb gewertet werden, weil mit 57 Menschen mehr als doppelt so viel Teilnehmerinnen und Teilnehmer wie ursprünglich erwartet den Saal gefüllt haben.

Die Debatte an sich verlief außerordentlich konstruktiv, wobei sich aus dem Publikum sowohl junge, als auch ältere Besucherinnen und Besucher aktiv an dem Diskurs beteiligten. Ein großer Streitpunkt war der Einfluss der Religion in Bezug auf die Situation von Homosexuellen und die Frage, wie man die Gesellschaft für das Thema sensibilisieren kann. Auch inwieweit über die frühe Bildung ein Beitrag geleistet werden kann und muss wurde anlässlich der Tatsache, dass ein Coming Out von Homosexuellen in der Schule nicht selten massives Mobbing nach sich zieht, diskutiert. Der Genosse Carsten Schatz, der extra für die Diskussion aus Bundeshauptstadt anreiste, berichtete hierbei von zahlreichen Projekten an Berliner Schulen. Der Umgang mit nicht normativen sexuellen Identitäten und Lebensmodellen sei besonders in männlich dominierten Klassen ein Problem, berichtete eine Lehrerin des Beruflichen Schulzentrums für Wirtschaft und Gesundheit “Anne Frank“.

Verwunderlich ist die Herausbildung solcher Ressentiments nicht, wenn man bedenkt, dass Homosexualität auch hierzulande bis vor wenigen Jahrzehnten strafrechtlich verfolgt wurde. Der Paragraph 175 beispielsweise, der seine Wurzeln bereits in der Kaiserzeit fand und im Dritten Reich massiv verschärft wurde, hatte in der Bundesrepublik skandalöserweise noch bis 1969 in der Fassung der Nazis seine Gültigkeit und wurde erst zum 11. Juni 1994 vollends abgeschafft. Der seit 1968 wirksame Paragraph 151 im Strafrecht der DDR hingegen, der homosexuelle Handlungen mit Jugendlichen sowohl für Frauen, als auch Männer unter Strafen stellte, wurde bereits 1988 ersatzlos gestrichen.

Nach der Veranstaltung bleibt zu hoffen, dass aus dem Skizzieren des gesellschaftlichen Soll und Haben nun endlich auch konkrete gesellschaftliche und politische Initiative hier vor Ort heranwächst, um die Akzeptanz für nicht heterosexuelle Identitäten zu stärken. Schlecht stehen würde das einer Stadt nicht, die für sich Weltoffenheit und Modernität beansprucht.

Abschließend kann man sagen, es war ein Erfolg und bestimmt nicht die letzte Veranstaltung zu diesem Thema und sicherlich nicht die letzte Veranstaltung der SL Vogtland.

Pressemitteilung: Dieter Blechschmidts Äußerungen nicht akzeptabel

Plauen – Zu den Äußerungen des Plauener CDU-Stadt- und Kreisrates Dieter Blechschmidt, Homosexuelle sollen sich wie Alkoholkranke helfen lassen, erklärt der Lars Legath Stadtrat der Fraktion DIE LINKE. für die Linksjugend [’solid] Vogtland:

„Wir als Linksjugend[’solid] stehen für die Gleichberechtigung der Geschlechter und
Lebensweisen. Aus diesem Grund finden wir, die Liebe zwischen zwei gleichgeschlechtlichen Menschen als Krankheit zu bezeichnen ist nicht nur intolerant und menschenverachtend sondern zeugt schlichtweg von gewissen Maß an Rückständigkeit.
Als bekennender Christ, welcher Herr Blechschmidt ist, sollte man Menschen nicht das Recht auf Gleichbehandlung verwehren, nur weil sie anders Lieben als man selbst.
Die von Blechschmidt getroffenen Äußerungen sind einfach inakzeptabel. Deshalb fordern wir Ihn auf: Lassen sie sich von Ihren Parteikollegen in der „Lesben- und Schwulen Union“ ein klein wenig Nachhilfe in Sachen Lebensweisen geben und denken sie über Ihre Äußerungen und Konsequenzen nach, welche daraus folgen können!“

Homophobe Äußerungen des Plauener CDU Stadtrates schlichtweg menschenverachtend

Pressemitteilung der Linksjugend[’solid] Sachsen

+++ nicht der erste homophobe Vorfall in der sächischen CDU +++

Zu den homophoben Äußerungen des Plauener CDU Stadtrates Dieter Blechschmidt erklärt Tilman Loos, Mitglied im Landesvorstand der sächischen LINKEN: „Wer die Liebe zwischen Menschen nur weil sie das gleiche Geschlecht haben als Krankheit tituliert, äußert sich nicht nur intolerant sondern schlichtweg menschenverachtend. Das Blechschmidt die scharfe Kritik an seiner homophoben Äußerung im Nachgang selbst als intolerant bezeichnet hat, stellt die Sache vollends auf den Kopf.“, so Tilman Loos.

Dass Blechschmidt gleichgeschlechtlich Liebende aufgerufen hat, sich Hilfe zu suchen, kommentiert Loos mit den Worten: [weiter lesen]

Ein Comedian ohne Humor! – LV Thüringen Solidarisch mit LV MeckPomm

Geschrieben von: Kati Grund  

Man darf sich schon wundern, dass der deutsche Comedian Mario Barth (bekannt aus dem TV und von Liveauftritten) über die neusten Druckerzeugnisse der Linksjugend [’solid] Mecklenburg Vorpommern nicht lachen kann. Diese verwendet das Gesicht von Komiker Mario Barth für politische Arbeit und wies mittels Aufkleber und Plakaten auf die sexistischen und patriachalen Inhalte seiner „selbstdefinierten“ Komik hin.
Vielleicht wird der Jugendverband auch dafür „bestraft“, dass eben dieser auch nicht über Herrn Barths frauenfeindlichen und sexistischen Witze lachen kann. So könnte man sagen: Naja, da wird halt fehlender Humor mit felendem Humor beantwortet und alle sind zufrieden.

Doch ganz so einfach ist es dann wohl doch nicht.
Bereits Ende letzter Woche gingen die ersten Meldungen durch die Medien, dass die Anwaltschaft von Mario Barth mit einer Unterlassungserklärung an den Jugendverband Linksjugend [’solid] Meck.-Pom. auf Verstoß gegen Persönlichkeitsrechte hinwies und somit die Grafiken und Druckerzeugnisse nicht weiter zu verbreiten sind. Begründet wird dies sogar mit der Behauptung, die Linksjugend würde mit seinem Gesicht werben.

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So viel Humor muss sein: Sexismus kritisieren lassen wir uns nicht verbieten!

Die Linksjugend [’solid] hat etwas gegen Sexismus – ob er in Form ungleicher Löhne, Sexistische Rollenklischees haben so einen Barth!Diskriminierung bei der Jobvergabe oder im Gewand von Humor auftritt. Zum letzten Punkt hat unser Landesverband Mecklenburg-Vorpommern ein Motiv mit dem Bild von Mario Barth produziert: „Sexistische Rollenklischees haben so einen Barth“. Das findet der nicht nur gar nicht lustig – sondern will es uns auch gleich verbieten lassen.

„Wir beabsichtigen eine Aufklärung gegenüber den psychologischen Herrschaftsmechanismen dieser männerdominierten Gesellschaft.“ erklärt der Landesverband zur Zielsetzung der Aktion

„Mario Barth reduziert ein ganzes Geschlecht, die Hälfte der menschlichen Weltbevölkerung auf Schuhe, Einkauf und sonstige, als „frauentypisch“ angesehene Eigenschaften. Diese sind meist negativ behaftet und sprechen Frauen Kompetenzen ab. Sie stellen den Mann über die Frau und zementieren die derzeit herrschenden gesellschaftlichen Mechanismen.“

Der LV Mecklenburg-Vorpommern bleibt dabei: Wer Rollenklischees in der Öffentlichkeit verbreitet, muss sich dafür auch kritisieren lassen. So viel Humor – und so viel Freiheit – müssen schon sein. Fortsetzung folgt…

Hier die Presseerklärung aus MV dazu lesen.

Bundeswehr raus aus den Schulen! – Kampagne gestartet

Geschrieben von BundessprecherInnenrat, 29. September 2011

Das Image der Bundeswehr und ihrer Auslandseinsätze ist angeschlagen. Außerdem hat die Bundeswehr – zum Beispiel durch die Aussetzung der Wehrpflicht – Probleme, Nachwuchs zu rekrutieren. Deshalb wirbt sie nun verstärkt an Schulen, auf Ausbildungsmessen, in den Medien und anderswo. In den letzten Jahren hat diese Werbeoffensive stark zugenommen. Grund dafür sind vor allem die Kooperationsvereinbarungen zwischen Landesregierungen und Bundeswehr: Sie systematisieren die Zusammenarbeit und erleichtern den Zugang nicht nur zu SchülerInnen, sondern lassen das Militär auch verstärkt auf die LehrerInnen- und Referendarsausbildung einwirken.

Linksjugend [`solid] lehnt die zunehmende Militärisierung der Gesellschaft und insbesondere die Werbung an Bildungseinrichtungen entschieden ab. Deswegen haben wir eine bundesweite Kampagne ausgearbeitet: Im ganzen Land wollen wir mit zahlreichen kreativen Aktionen unsere Ablehnung der Kooperationsvereinbarungen, der Kriege der Bundeswehr und ihrer Werbeoffensive zeigen.

Ein erster Auftakt fand am 24. September auf der YOU-Messe in Berlin statt: Hier haben AktivistInnen mit Transparenten und einem Die-In vor dem Bundeswehr-Stand protestiert. Am 10. November geht es weiter mit einem bundesweiten dezentralen Aktionstag, an dem in vielen Orten Aktionen an Schulen, Berufsschulen und Unis stattfinden werden. Außerdem werden wir mit einer Infotour in zahlreichen Städten über das Thema informieren und diskutieren.

Unser Ziel ist eine Gesellschaft ohne Militär und Kriege. Einflussnahme der Bundeswehr auf SchülerInnen ist keine poltische Bildung, sondern Werben für’s Sterben! Wir wollen Ausbildungsplätze statt Kriegseinsätze. Denn wenn es ernsthafte Perspektiven für junge Menschen gibt, muss auch niemand zum Militär.

Mehr Infos: www.bundeswehr-raus.de // bundeswehr-raus@linksjugend.de