Gera – keine Spielwiese für Nazis!

Aufruf

“Rock für Deutschland” verhindern!


Vergangenes Jahr fand auf der Geraer Spielwiese das bisher größte Nazi-Konzert Europ

banner_hoch

as statt. In diesem Sommer (am 10.07.2010) soll diese mehr­jährige “Tradition” fortgeführt werden.

Dem werden wir uns mit sehr vielen Menschen WIDERSETZEN!

Dresden, Jena und andere Städte haben bewiesen, dass durch eine aktive Zivilgesellschaft wirkungsvolle Gegenwehr möglich ist. Rechtsrockmusik ist ein wichtiges Mittel zur Verbreitung menschenver­achtender Ideologie sowie zur Finanzierung von Nazistrukturen. Nie wieder werden wir den Nazis unsere Stadt, unsere Straßen, unsere Spielwiese überlassen.

Keine Spielwiese für Nazis! Kein Faschismus in Gera! Nirgendwo!

* Wir sind entschlossen, uns weiteren Rechtsrock-Konzerten in Gera zu WIDERSETZEN!

* Wir sind solidarisch mit allen, die dieses Ziel mit uns teilen.

* Von unserem Widerstand geht keine Gewalteskalation aus.

Quelle: www.gera-nazifrei.com

Mehr Gleichheit

bjarnZur Person: Björn Thierschmidt, 24 Jahre jung, aus Klingenthal arbeitet als Koch.
Björn, warum kandidierst Du für die Wahl zum klingenthaler Stadtrat?

Ich wurde bei der ersten Mitgliederversammlung dieses Jahres vom Vorstand gefragt, ob ich für den Stadtrat kandidieren würde und habe natürlich zugesagt. Die Linke im Stadtrat zu vertreten, deren Politik sich von anderen Parteien im Sozialen stark abhebt und darauf hinauszielt, Bürgerinnen und Bürger zu unterstützten und zu entlasten anstatt diese mehr und mehr zu belasten, kann ich und muss ich aktiv unterstützen. Jeder links denkende Mensch, sollte doch das Bestreben haben, mehr Gleichheit schaffen zu wollen, als die Kluft zwischen Arm und Reich zu vergrößern, die die Profitgier mit sich bringt.

Welche persönlichen Interessen hast Du?

Mein Interesse gilt hauptsächlich der Musik. Ich habe vor einigen Jahren selbst in einer Band gespielt, musste dies
aber aus beruflichen Gründen aufgeben (Schichtarbeit), und lass heute nur noch meine Gehörgänge von ihr durchströmen. Natürlich koche und genieße ich auch gern. Meine Tätigkeit in der Kommunalvertretung könnte vielleicht irgendwie in Richtung Tourismus fließen.

Welche Erfahrungen hast Du bisher im gesellschaftlichen Bereich?

Ich bin jetzt im zweiten Jahr Mitglied der LINKEN. Leider war das erste Jahr für mich persönlich eher verhalten. Aus
Zeitgründen konnte ich nicht aktiv am Leben des Klingenthaler Ortsverbandes mitwirken. Des Weiteren bin ich för-
derndes Mitglied im Arbeiter-SamariterBund (ASB).

Das Gespräch führte Peter Giersich

Die LINKE muss man auch vor Ort erleben können

Zur Person: Marc Ruschitschka, 20 Jahre, 08468 Heinsdorfergrund, steht in der Ausbildung zum Industriekaufmann bei Behr Industry Reichenbach im 2. Ausbildungsjahr

Wie bist Du zu den LINKEN gekommen?
Entscheidend in die Linke einzutreten war es für mich, dass sich immer mehr „Rechte“ in meinem Umfeld geoutet haben. Mir war klar, dass man dem nicht entgegenwirken kann, wenn man einfach nur „böser, kleiner Rechter“ sagt, sondern man sich politisch aktiv einmischen muss. Mit der Zeit kamen natürlich auch andere gesellschaftspolitische Aspekte hinzu. Abgesehen vom Thema Mindestlohn, sehe ich beispielsweise großen Widerstandsbedarf bei der Verschwendung von Steuergeldern, sowie aktuell den Stopp von sinnlosen Finanzgeschenken für Konzerne, die in der Vergangenheit Millionen-, teilweise sogar Milliardengewinne erwirtschaftet haben.
Warum kandidierst Du für die LINKE?
Ich kandidiere für den Gemeinderat Heinsdorfergrund und den Ortschaftsrat Heinsdorf, damit die Bürger sehen, dass sich die Linken nicht nur auf großem Terrain profilieren, sondern auch volksnah direkt in der Gemeinde arbeiten.
Heinsdorfergrund hat sich in den letzten Jahren gut entwickelt. Jedoch frage ich, warum der Ausbau der Hauptstraße mit einer riesigen Gelassenheit angegangen wird. Ende letzten Jahres wurden Teile der Straße aufgerissen und lagen den Winter über brach. Das stört die Bürger gewaltig. Außerdem brauch unser kleines Dorf keine Straße mit zwei Fußwegen sowie einem Radweg, der 50 Meter entfernt am Raumbach verläuft. Eine weitere Frage stellt sich mir: Warum muss ein Dorf von 2.700 Einwohnern mit einem Fußballverein drei Fußballplätze unterhalten? Anstelle des Sportplatzes in Hauptmannsgrün könnte gut ein Spielplatz gebaut werden.
Ich sehe meinen Aufgabenbereich in der Kommunalpolitik eher im wirtschaftlichen Bereich. Ich hoffe, dass ich dort, für den Fall meiner Wahl, verhältnismäßig viel Gutes unter Berücksichtigung der oben genannten Punkte für die Heinsdorfer tun kann.
Welche persönlichen Interessen hast Du?
Meine persönlichen Interessen richten sich hauptsächlich auf den Sport. Fußball und Volleyball spiele ich dabei selber aktiv. Außerdem interessiere ich mich für nahezu alle anderen Sportarten. Außerdem verbringe ich sehr gerne und sehr viel Zeit mit meiner Freundin, mit der ich mittlerweile seit fast drei Jahren zusammen bin.
Wo bist Du sozial verankert?
Ich bin Mitglied in der Sportvereinigung Heinsdorfergrund 02. Seit 2006 bin ich Mitglied der LINKEN und versuche, mich in die Linksjugend[solid] einzubringen.
Mein Lieblingszitat – und nicht erst seit Beginn der Banken-, Finanz- und Wirtschaftskrise: „Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen Gründung einer Bank?“ aus der Dreigroschenoper von Bertolt Brecht.

Das Gespräch führte Peter Giersich

Das Land braucht ein soziales Gewissen

Zur Person: Konstantin Damm, 25 Jahre jung, 08485 Lengenfeld, Ortsteil Pechtelsgrün, Kundenberater Energie.

Warum kandidierst Du ausgerechnet für die LINKE?
Weil keine andere Partei den Grundsatz der absoluten Gleichheit eines jeden Menschen, unabhängig von Herkunft und Werdegang, mehr in sich eint als die unsere. Dieses Land braucht ein soziales Gewissen, das der zur Zeit diktierten neoliberalen Gesellschafts-Struktur Herr wird und die vom Kapitalismus völlig irritierten Menschen an die Hand nimmt. Unser Anspruch muss sein, für das würdevolle Dasein eines jeden Menschen zu kämpfen. Für Lengenfelds Zukunft und die Lebensqualität seiner Bürger wünsche ich mir beispielsweise, dass eine Verödung des Stadtkerns durch weitere Geschäftsschließungen verhindert wird.
Welche persönlichen Interessen, Stärken, Neigungen hast Du?
Ich bin harmoniebedürftig, genieße gern die ländliche Idylle bei einem Spaziergang mit meinem Hund Oscar, kann aber auch der einen oder anderen Party durchaus etwas abgewinnen. Eine Stärke ist – berufsbedingt – meine Fähigkeit, andere Leute schnell von etwas überzeugen zu können, das ich selbst für gut und richtig ansehe..
Welche Aufgaben würdest Du gern in einer künftigen linken Stadtratsfraktion in Lengenfeld übernehmen?
Die Aufgabenverteilung im kommunalen Bereich werden wir im Vorfeld der Stadtratswahl gemeinsam innerhalb unserer Ortsgruppe besprechen. Dem will ich nicht vorgreifen. Interessant wäre für mich eine Aufgabe im sozialen Bereich.
Auf welche Erfahrungen kannst Du aufbauen?
Seit ich Mitglied in unserer Partei bin, habe ich schon an vielen Demonstrationen oder Kundgebungen teilgenommen, habe in diversen Wahlkämpfen mit viel Herzblut um Stimmen gerungen sowie bei der Realisierung von Veranstaltungen mitgeholfen.
Wo bist Du politisch und sozial verankert?
Ich bin seit Sommer 2005 Mitglied der LINKEN, bin in der Jungen LINKEN Vogtland genauso aktiv wie in der Lengenfelder Ortsgruppe. Insofern es berufsbedingt möglich ist, bin ich für diverse Aktionen im Sinne unserer Partei jederzeit offen.

Das Gespräch führte Peter Giersich

Ortschaften nicht vernachlässigen

Sebastian Lehmann (21) aus Lengenfeld

Zur Person: Hermann Seidel aus Irfersgrün ist 24 Jahre jung und ledig. Nach seiner Berufsausbildung als Zerspanungsmechaniker begann er ein Studium in der Fachrichtung Kraftfahrzeugtechnik an der Fachhochschule Zwickau.

Was hat Dich bewogen, in unserer sozialistischen Partei aktiv zu werden?
Ich bin im Jahr 2004 in die PDS eingetreten, um etwas gegen die menschenverachtende unsoziale Politik der etablierten Parteien unternehmen zu können. Aus diesem Grund kandidiere ich für die Linke, da dies die einzige Partei ist, die heutzutage noch wirkliche soziale Politik vertritt.
Du wirst im Sommer 2009 zur Kommunalwahl für die LINKE kandidieren?
Ich kandidiere für den Lengenfelder Stadtrat, da meiner Meinung nach derzeit in Lengenfeld die eingemeindeten Dörfer vernachlässigt werden. In der Stadt Lengenfeld scheint aber genug Geld da zu sein. So kann es nicht sein, dass seit der Wende in Irfersgrün die Dorfstraßen nicht erneuert wurden, während in Lengenfeld Millionen für Heimatmuseum und Feuerwehr oder diverse Feste ausgegeben wurden. Außerdem sollten berufliche Tätigkeiten für die Stadt, wie im Bauhof, nicht durch Ein-Euro-Jobber, sondern ausschließlich durch fest angestelltes Personal besetzt werden.
Hast Du schon konkrete Vorstellungen für eine künftigew Mitarbeit im Lengenfelder Stadtparlament?
Da möchte ich nicht vorgreifen. Seit einigen Jahren sitzt Frieder Poitz für die PDS, jetzt DIE LINKE, im Stadtrat. Er hat viel Erfahrung, und mit ihm wird der Ortsverband Lengenfeld im Frühjahr die konkreten Vorhaben und Ziele beraten und festlegen.
Hast Du schon an Wahlen teilgenommen?
Natürlich. In den vergangenen Jahren war ich im Wahlkampf für die Linkspartei aktiv. Während unsere älteren Genossen Plakate vorfertigten, war ich gemeinsam mit Konstantin aus Pechtelsgrün dafür zuständig, die Plakate anzubringen und nach der Wahl wieder zu entfernen. Zur vergangenen Kreistagswahl trat ich als Kandidat für die Linke im Wahlbezirk Lengenfeld – Rodewisch – Steinberg an.
Und Hermann Seidel ganz privat …
Ich bin begeisterter Fußballanhänger des FSV Zwickau, ehemals BSG Sachsenring, wo ich zu jedem Heimspiel Gast auf der Tribüne bin. Selber bolze ich auch mal ganz gern. Außerdem gehört mein Herz den Tieren, besonders meiner Katze Lucky und den beiden Dackeln Trixi und Kelly.

Das Gespräch führte Peter Giersich

Arbeit der LINKEN besser präsentieren

Lars Legath - PlauenLars, du hast dich bereit erklärt, im Juni 2009 bei der Kommunalwahl für den Plauener Stadtrat zu kandidieren. Warum willst du dich nominieren lassen?
Ich möchte den Menschen in Plauen etwas von dem zurückgeben, was mir diese Stadt gegeben hat. Immerhin hat sie mich zu dem gemacht, was ich jetzt bin. Außerdem gibt es noch einiges, was mir an Plauen nicht passt. Diese Dinge ein klein wenig im Sinne der Plauener Bürger zu verändern ist mein Ziel.
Welche Politikfelder liegen dir am Herzen, was bewegt Dich besonders?
Ich komme ja ursprünglich aus der Bewegung der neuen Montagsdemos. Das hat meine politischen Handlungsfelder entscheidend geprägt. Ich möchte eine Politik für Menschen machen, und das kann ich nun einmal am besten im sozialen Bereich. Und dann sind da auch noch die „jugendtypischen“ Bereiche, also Antifa, Jugend und Schule – denn wer weiß besser als junge Menschen, was man an den Schulen verändern muss.
Als Jugendparlamentarier kennst du den Stadtrat. Wo siehst Du Stärken der Linken, wo müsste die Fraktion zulegen?
Wir haben ganz klar den Vorteil, dass wir eine Politik machen, die wirklich nah an den Menschen ist. Im sozialen Bereich können wir uns immer gut verkaufen, das ist gut. Doch als etwas Außenstehender habe ich oftmals das Gefühl, dass wir in der Wirtschaftspolitik noch etwas zulegen könnten und uns noch besser in der Öffentlichkeit präsentieren müssen.
Ein paar Worte zu dir selbst, zu Deiner Biografie:
Ich bin im Oktober 1989 geboren, habe nach meinem Realschulabschluss noch die Fachhochschulreife im Sozialwesen erworben und mache nun ein FSJ-Politik im Dresdner Landtag. Seit 2005 bin ich im Plauener Jugendparlament, welches ich auch sechs Monate leiten durfte. In dieser Zeit habe ich viel gelernt, auch wie man sich seine Zeit einteilt.
Seit 2006 bin ich in der Partei DIE LINKE, weil ich den Menschen ein besseres und gerechteres Leben ermöglichen möchte. Mein Lieblingssatz: „Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren!“

Das Gespräch führte Klaus Jäger