Vogtland bald auch eine „National befreite Zone“?

In vielen Gebieten in Ostdeutschland gibt es sie schon – „national befreite Zonen“. Es sind Orte, wo das Stadtbild stark von rechtsextrem motivierter Gewalt geprägt ist. Das führt dazu, dass Ausländer, Homosexuelle, Menschen mit jüdischen Glauben, Behinderte und alternativ lebende Personen sich aus Angst vor Übergriffen nicht mehr am öffentlichen Leben teilnehmen können. Beispiele sind unter anderem das Dorf Oberprex im Landkreis Hof, der Burgenlandkreis und Jamel in Mecklemburg-Vorpommern. Wenn man im Vogtland nicht bald was gegen Rechtsextremismus tut und sich wehrt, werden auch Teile des Vogtlandes dieses Schicksal erleiden.

Am Samstag, den 08. Juni, fand in Zobes der „Sachsentag“ der „Jungen Nationaldemokraten (JN) statt. An diesem Fest nahmen ca. 720 Nazis teil. Bei den Konzerten führender rechtextremer Bands wie „Lunikoff Verschwörung“ und „Sachsenblut“ werden menschenverachtende Parolen, verbotene Symbole und rechte Propaganda in die vogtländische Bevölkerung getragen.

Im Vogtland gibt es schon ein Problem mit „Autonomen Nationalisten“ wie die „RNJ“, welche besonders im Göltzschtal aktiv sind. Beispiel dafür ist der Fackellauf auf der Rodewischer Kirmes. Sie führen auch seit 3 Jahren eine Trauermarsch in Plauen ab, wo sich mittlerweile das „Freie Netz Süd“ stärker einbringt. Besonders dieses Jahr war es erschreckend, wie wenig Menschen sich dieser Demonstration entgegen stellten. Es war der erste Aufmarsch der Rechten in Sachsen, wo sie ohne Einschränkungen ihren Trauermarsch durchführen konnten. Das ist ein Zeichen, was Menschen mit rechten Gedankengut immer wieder in die Region zieht.

Jetzt liegt es an den Bürgern des Vogtlandes sich zu entscheiden, ob sie in einer Region leben wollen mit rechtsextremer Gewalt oder weltoffenen, toleranten Gesellschaft.