Statt Verboten – Ursachen bekämpfen

zu den Forderungen der CDU nach Alkoholverbot und Videoüberwachung in Plauen

Als Reaktion auf verschiedene Situationen rund um den Plauener Tunnel, fordert die CDU nun ein Alkoholverbot und Videoüberwachung in der Innenstadt. Immer wieder flammen solche Debatten auf. Zu diesen Plänen erklärt Lars Legath für die Linksjugend [’solid] Vogtland:

„Wir finden es gestern, wie heute, völlig unverständlich und realitätsfremd, solche Forderungen, nach einem Alkoholverbot und Videoüberwachung am Tunnel, zu stellen. Doch vielleicht zeugt diese Forderung der Plauener CDU eher davon, dass man kein Interesse an einer Lösung der Ursachen hat, sondern viel eher mit Stammtischparolen Stimmung machen möchte. Reiner Populismus – mehr nicht. Was würde denn ein Alkoholverbot z.B. am Postplatz bringen?

Würde die Zahl an Alkoholkranken abnehmen? Würde es weniger Probleme mit betrunkenen Personen geben? Wohl kaum! Bestehende Probleme würden nur verlagert werden – von der Innenstadt in die einzelnen Stadtteile oder hinter verschlossene Türen. Desweiteren teilt ein Alkoholverbot die Stadtgesellschaft in zwei Klassen. Die einen können es sich leisten, ihr Bier legal im Biergarten zu trinken, wer dafür kein Geld hat, dem würde es verwehrt bleiben sein Bier in der Innenstadt zu trinken. Ebenfalls nicht zielführend ist die Forderung nach mehr Videoüberwachung. Zahlreiche Studien belegen, dass Videoüberwachungen keine Straftaten verhindern, sondern nur alle Menschen unter Generalverdacht stellt.
Anstatt auf Repression und eine Law-and-Order-Politik zu setzen, sollte im gesamten Vogtlandkreis endlich die Mobile Jugendarbeit und Suchtberatung finanziell besser aufgestellt werden, denn präventiv arbeiten bringt langsfristig gesehen wesentlich mehr.“

Wir als linksjugend finden: Freiheit stirbt mit Sicherheit – und zur individuellen Freiheit gehört eben auch, sich in der Innenstadt ein Bier zu gönnen und dabei nicht gefilmt zu werden!