Kein „linkes Geplärre“, sondern zukunftsorientierte Vorschläge!

In der Freien Presse vom 12. Oktober wurde eine Lesermeinung veröffentlicht, in welcher der Linksjugend [’solid] Vogtland „linkes Geplärre“ und ein verschlossener Blick für die betroffene Gruppe vorgeworfen wurde. Zu diesem Leserkommentar und den Vorschlägen, erneut einen privaten Sicherheitsdienst einrichten zu wollen, erklärt Lars Legath für die Linksjugend Vogtland:

„Uns als Linksjugend ist es natürlich nicht entgangen, dass viele derer die sich in der Stadt „daneben benehmen“ Menschen sind, die nicht mehr in den Arbeitsbereich der Jugendarbeit fallen. Aus diesem Grund fordern wir unter anderem auch eine Aufstockung der Suchtberatung. Diesen Menschen muss geholfen werden und sie dürfen nicht weiter an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden. Keiner von uns sollte voreilig über diese Menschen urteilen, ohne den wirklichen Grund ihres Verhaltens zu kennen.

Des Weiteren waren bereits mehrfach die Vorschläge der LINKEN, deren Jugendverband wir sind, zu lesen. Seit Jahren fordert diese auf Landesebene eine Aufstockung der Stellen bei der Polizei und der Suchtberatungsstellen. In der aktuellen Debatte, war es die Linksfraktion im Stadtrat, welche den ersten konkreten und umsetzbaren Vorschlag für eine kurzfristige Lösung machte.
Jedoch ist es als Jugendverband unsere Aufgabe, den Blick auf die jungen Menschen und deren Zukunft zu haben. Genau deshalb setzen wir auf langfristige Lösungen und nicht auf die Vertreibung einzelner, ungewollter Gruppen aus der Innenstadt, so wie es bereits vor einigen Jahren mit einem privaten Sicherheitsdienst als Streife versucht wurde.“

Bereits in der Diskussion um Einsatz eines privaten Sicherheitsdienstes in der Innenstadt, hatte Lars Legath, damals noch als Stadtrat, den Oberbürgermeister aufgefordert, mehr Personal im Ordnungsamt einzustellen und damit diese unsägliche Maßnahme zu beenden. Der Oberbürgermeister hat dies mit einem Lächeln und der Begründung leerer Kassen als unmögliche Lösung abgelehnt. Wir hätten uns viel Ärger ersparen können, hätte er damals auf einen Vorschlag der LINKEN gehört!