Bildungsstreik: Bilanz und Perspektiven

Anlässlich des bundesweiten Bildungsstreik-Treffens in Berlin (6.-8. August) hat der SDS-Bundesvorstand das Papier „Dreimal Bildungsstreik – und was jetzt?“ herausgegeben. Das Papier versucht, eine Zwischenbilanz des Bildungsstreiks zu ziehen und entwickelt Vorschläge für die künftige Ausrichtung der Bewegung. Unter anderem plädiert es für eine Beteiligung an den Protesten gegen die Sparpakete auf Bund- und Länderebene und für eine neue Streikwelle 2011. [weiter]

Erzgebirge: Treffen mit Kultusminister Wöller

Heute, am 11.8.2010, war ein wirklich großer Tag für das Bündnis Bundesweiter Bildungsstreik 2010 Erzgebirge und damit auch für uns als Linksjugend Erzgebirge, denn heute konnten wir unseren Forderungen, nach einer besseren Bildung, direkt beim Kultusminister gehör verschaffen. Aber nun noch mal von vorne.

Nachdem Roland Wöller vor einigen Wochen eingestehen musste, es die Forderungen des Bildungsstreiks 2009 abhanden gekommen sind und auch nicht angesehen wurden, stand er in Folge dessen natürlich unter Druck. Doch das Bündnis Bundesweiter Bildungsstreik 2010 Erzgebirge, entschied sich Herrn Wöller und seinem Ministerium eine 2. Chance zu geben und ihm die Verbesserungsvorschläge der Schüler aus diesem Jahr zu überreichen. In Folge dessen schafften wir es sogar ein persönliches Gespräch mit dem Minister im Kultusministerium zu arrangieren.

Bildungsstreiker vor dem Kultusministerium

So traf dann auch eine Delegation aus dem Erzgebirge, bestehend aus 6 Leuten (1x Parteilos, 1x Jusos, 1x Grüne Jugend, 3x Linksjugend) gegen 13 Uhr am Elbufer ein. Hier wurde als erstes ein gemeinsames Picknick mit gleichzeitiger Lagebesprechung abgehalten. Dann warteten wir vor dem Kultusministerium auf 2 Landtagsabgeordnete der Grünen und der SPD. Anschließend ging es durch die Sicherheitskontrollen hinauf in den Konferenzsaal. Nun war es also so weit und wir sollten zum ersten Mal mit einem Minister ins Gespräch kommen.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde, lobte Herr Wöller zu unserer Überraschung, als aller erstes unser Engagement, sich auch für andere einzusetzen. Gerade weil die CDU eigentlich den Bildungsstreik und Streiks im Allgemeinen ablehnt, freuten wir uns darüber besonders. Auf die Anfrage hin, ob er denn auch etwas gegen Schulleitungen tun könne, die es ihren Schülern verbieten zu streiken, verneinte er allerdings. Die Anfrage war nötig geworden, weil wir auch im Erzgebirge von Schülern erfahren mussten, dass ihnen die Teilnahme am Bildungsstreik unter Androhung von Strafen verboten wurde. Allerdings sollten die Lehrkörper mal darüber nachdenken, dass auch sie des öfteren Streiken und das für ähnliche Forderungen wie auch wir es tun.

Im Folgenden setzten wir unseren Themenschwerpunkt auf die Forderung „Gleiche Chancen für Alle!“, da diese von den Schülern auf dem diesjährigen Bildungsstreik besonders häufig genannt wurde. Diese Forderung könnte unserer Meinung nach, recht einfach durch eine Abschaffung des föderalistischen Bildungssystems erreicht werden. Allerdings stießen wir mit dieser Anregung nicht gerade auf offene Ohren. Offensichtlich interessiert es nicht, ob der Großteil der Bevölkerung ein einheitliches Schulsystem, in dem jeder egal wo er geboren wurde, die gleichen Chancen hat, von der Bevölkerung gewollt ist oder nicht.

Ein Themenpunkt  wo wir dann weitgehend überein trafen, war die mangelnde Mitgestaltung von Schülern an ihrer Schule. Eine Veränderung könnte dabei durch die Aufklärung der Schüler, über ihre Möglichkeiten der Mitgestaltung, im Fach Gemeinschaftskunde erfolgen.

Leider konnten wir nicht alle Themen ansprechen, welche uns von den Schülern mitgegeben wurden, da die Stunde viel zu schnell verging. Die Tapete mit den Wünschen der Schüler wurde allerdings dagelassen und kann noch weiter ausgewertet werden, sofern sie nicht verschwindet.

Die Verbesserungsvorschläge immer fest im Blick! ;-)

Nach dem Treffen mit Roland Wöller durften wir noch den Landtag besuchen, um dort gemeinsam an der Pressemitteilung zu Arbeiten. Ein Dank geht hierfür an Frau Giegengack.

Wir als Bildungsstreikbündnis und natürlich auch als Linksjugend [’solid] Erzgebirge möchten uns zudem für die Gesprächsbereitschaft von Herrn Wöller bedanken, denn leider ist diese nicht all zu häufig. Oft genug muss man sich auch schon auf Kreisebene anhören, dass man doch von der SED sei und das obwohl man zum Zeitpunkt der Wende erst 1 Jahr alt war. Gerade die Jugendgruppen der Regierungsparteien können sich hier mal von ihrem Kultusminister eine Scheibe abschneiden und noch viel lernen, was den respektvollen Umgang mit ihren Mitmenschen anbelangt.

Quelle: http://erzgebirge.linksjugend-sachsen.de/

Plauen klagt gegen Sachsen

Heute, am 31.05.2010 war eine wichtige Sitzung des Kulturausschusses der Stadt Plauen. Es ging darum, ob man gegen des Freistaat Sachsen klagt und damit versucht die Einschulung an der Grundschule Oberlosa zu erzwingen.

Der Kulturausschuss stimmte Einstimmig für eine Klage, obwohl der Kulturbürgermeister Täschner und ein Stadtrat der FDP erneut wenig Hoffnung auf Erfolg machten. Welch tolles Zeichen an die Öffentlichkeit!

Auch wir als Linksjugend sagen klar und deutlich NEIN zu Schulschließungen und zu langen Schulwegen für SchülerInnen. Das heißt auch ein Schulsterben auf Raten (durch immer mehr Mitwirkungsentzüge) zu verhindern.

Der Kampf hat begonnen!

12.06. : Ihr zahlt nicht für unsere Bildung? Wir zahlen nicht für eure Krise!

Bildungskrise, Wirtschaftskrise, Klimakrise, Nahrungskrise – im nationalen wie globalen Maßstab wird immer deutlicher, dass das kapitalistische System zur Lösung der zentralen Probleme der Menschheit nicht in der Lage ist. Nach den Plänen der Regierungen sollen aber nicht die Verursacher der Krisen die Kosten zahlen. Sie sollen der breiten Mehrheit der Bevölkerung aufgelastet werden. Am 12. Juni gibt es Demonstrationen dagegen in Berlin und Stuttgart.

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Quelle: www.linke-sds.org

Streikgründe: Neue Broschüre des SDS

Zur inhaltlichen Unterstützung des Bildungsstreiks hat Die Linke.SDS eine neue Broschüre herausgebracht: „Streikgründe – Argumente für linke Hochschulpolitik und Politik an der Hochschule“. In ihr werden von der Hochschulfinanzierung über Studienfinanzierung, der Frage des Hochschulzugangs, dem Abbau von Demokratie und kritischen Wissenschaften bis hin zum Bologna-Prozess und den Perspektiven des Bildungsstreiks Argumente für eine linke Bildungspolitik gebracht und hochschulpolitisches Basiswissen vermittelt.

weiter:   http://www.linke-sds.org/

Quelle: http://www.linke-sds.org/

Petition für ein BaFöG, egal wie lange studiert wird!

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass jeder zum Studium im deutschen Inland zugelassene Mitbürger die Möglichkeit hat, BaFöG zuerhalten, unabhängig von der Anzahl bereits studierter Semester. Eine Mindestanzahl Fördersemester sollten ihm zugestanden sein. Direkter Link zum Mitzeichnen der Petition:

https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=11558

Quelle: www.linksjugend-sachsen.de

Bildungsstreik! Wir Machen Weiter!

Nachdem im vergangenen Sommer rund 270.000 Menschen aus dem Bildungssystem auf die Straße gegangen sind, Hörsäle, Banken und Kreuzungen erfolgreich blockiert haben ist die nächste Welle des Bildungsstreiks für den 09.Juni diesen Jahres geplant.

Die hier erschienene Broschüre versucht einige Diskussionsstränge aus Bildungsstreikkontexten aufzugreifen und für eine weitere Diskussion zur Verfügung zu stellen. Gedacht ist diese Broschüre für alle interessierten AktivstInnen aus dem Bildungssystem, die sich nicht mit dem Bestehenden zufrieden geben wollen.

Linksjugend[’solid] wünscht viel Spaß bei der Lektüre und darüber hinaus eine angeregte Debatte. Neben neuen AktivistInnen würden Wir uns auch über weitere Denkanstöße freuen!

pdf Download

Quelle: www.linksjugend-solid.de

Was wollt ihr? Zum Bildungsstreik 2009

Am 19. und 20. Dezember hat in Potsdam eine Bildungssreik-Konferenz stattgefunden. Dabei ging es um die Perspektiven des Bildungsstreiks im nächsten Jahr. Nachdem die ersten beiden Streikwellen unseren Zielen eine große Öffentlichkeit eingebracht haben, fehlt es immer noch an handfesten Reformen im deutschen Bildungssektor. Die Bundesregierung sitzt das Problem weiter aus und schnürt den Ländern sogar noch die letzten Handlungsspielräume in der Bildungspolitik ab. Klar ist, wir sind schon zu weit gekommen um jetzt einfach aufzuhören. Wir kämpfen auch im nächsten Jahr für die Abschaffung engstirniger BA/MA-Studienordnungen, gegen das Turbo-Abi und für eine bedarfsdeckende Ausfinanzierung der Bildung. Jetzt gilt es vor Ort über unsere Strategie zu diskutieren und unsere Forderungen weiterzuentwickeln und durchzusetzen. Im Folgenden ein Gastkommentar von Benedict Ugarte Chacón zu den Perspektiven des Streiks. Benedict promoviert derzeit über die Privatisierung kommunaler Wasserbetriebe und ist in diversen sozialen Bewegungs-zusammenhängen aktiv.
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Kein „Banküberfall“ im Vogtland! – Linksjugendtreffen im Juni

Auf dem Jugendtreffen im Juni besprach man die Vorhaben in den nächsten Wochen.

Neben dem „Rock für ein Buntes Vogtland“ stand vor allem der Bildungsstreik 2009 im Mittelpunkt. Um auf die schlechte Situation von Schülerinnen und Schülern sowie Studierenden aufmerksam zu machen einigte man sich auf die Teilnahme an der „Aktion Banküberfall“, allerdings in einer abgemilderten Form als es in anderen Städten bereits geplant ist.

Aber auch ein Gast verirrte sich dieses Mal zu unserem Jugendtreffen und sie hatte gleich noch einen Termin in der Tasche. Ein „Politikbattle“ zwischen allen demokratischen Jugendorganisationen des Vogtlandes. Dabei soll die Politik in einem anderen Rahmen präsentiert werden, denn eines ist doch wohl klar: Politik hat viele Seiten und nicht nur die der verstaubten Parlamentsarbeit. Um dieses den Schülerinnen und Schülern von Plauen zu zeigen wird als fleißig „gebattlet“. „Es ist eine gute Gelegenheit den jungen Leuten zu zeigen, an wen sie sich mit ihren Problemen wenden können.“ so eine der Organisatorinnen des „Politikbattle“.

Das nächste Treffen der Linksjugend[’solid] Vogtland findet am 04. Juli in der Geschäftsstelle der Partei in Plauen statt.