Bundeswehr raus aus den Schulen! – Kampagne gestartet

Geschrieben von BundessprecherInnenrat, 29. September 2011

Das Image der Bundeswehr und ihrer Auslandseinsätze ist angeschlagen. Außerdem hat die Bundeswehr – zum Beispiel durch die Aussetzung der Wehrpflicht – Probleme, Nachwuchs zu rekrutieren. Deshalb wirbt sie nun verstärkt an Schulen, auf Ausbildungsmessen, in den Medien und anderswo. In den letzten Jahren hat diese Werbeoffensive stark zugenommen. Grund dafür sind vor allem die Kooperationsvereinbarungen zwischen Landesregierungen und Bundeswehr: Sie systematisieren die Zusammenarbeit und erleichtern den Zugang nicht nur zu SchülerInnen, sondern lassen das Militär auch verstärkt auf die LehrerInnen- und Referendarsausbildung einwirken.

Linksjugend [`solid] lehnt die zunehmende Militärisierung der Gesellschaft und insbesondere die Werbung an Bildungseinrichtungen entschieden ab. Deswegen haben wir eine bundesweite Kampagne ausgearbeitet: Im ganzen Land wollen wir mit zahlreichen kreativen Aktionen unsere Ablehnung der Kooperationsvereinbarungen, der Kriege der Bundeswehr und ihrer Werbeoffensive zeigen.

Ein erster Auftakt fand am 24. September auf der YOU-Messe in Berlin statt: Hier haben AktivistInnen mit Transparenten und einem Die-In vor dem Bundeswehr-Stand protestiert. Am 10. November geht es weiter mit einem bundesweiten dezentralen Aktionstag, an dem in vielen Orten Aktionen an Schulen, Berufsschulen und Unis stattfinden werden. Außerdem werden wir mit einer Infotour in zahlreichen Städten über das Thema informieren und diskutieren.

Unser Ziel ist eine Gesellschaft ohne Militär und Kriege. Einflussnahme der Bundeswehr auf SchülerInnen ist keine poltische Bildung, sondern Werben für’s Sterben! Wir wollen Ausbildungsplätze statt Kriegseinsätze. Denn wenn es ernsthafte Perspektiven für junge Menschen gibt, muss auch niemand zum Militär.

Mehr Infos: www.bundeswehr-raus.de // bundeswehr-raus@linksjugend.de

 

Bildungsstreik: Bilanz und Perspektiven

Anlässlich des bundesweiten Bildungsstreik-Treffens in Berlin (6.-8. August) hat der SDS-Bundesvorstand das Papier „Dreimal Bildungsstreik – und was jetzt?“ herausgegeben. Das Papier versucht, eine Zwischenbilanz des Bildungsstreiks zu ziehen und entwickelt Vorschläge für die künftige Ausrichtung der Bewegung. Unter anderem plädiert es für eine Beteiligung an den Protesten gegen die Sparpakete auf Bund- und Länderebene und für eine neue Streikwelle 2011. [weiter]

Erzgebirge: Treffen mit Kultusminister Wöller

Heute, am 11.8.2010, war ein wirklich großer Tag für das Bündnis Bundesweiter Bildungsstreik 2010 Erzgebirge und damit auch für uns als Linksjugend Erzgebirge, denn heute konnten wir unseren Forderungen, nach einer besseren Bildung, direkt beim Kultusminister gehör verschaffen. Aber nun noch mal von vorne.

Nachdem Roland Wöller vor einigen Wochen eingestehen musste, es die Forderungen des Bildungsstreiks 2009 abhanden gekommen sind und auch nicht angesehen wurden, stand er in Folge dessen natürlich unter Druck. Doch das Bündnis Bundesweiter Bildungsstreik 2010 Erzgebirge, entschied sich Herrn Wöller und seinem Ministerium eine 2. Chance zu geben und ihm die Verbesserungsvorschläge der Schüler aus diesem Jahr zu überreichen. In Folge dessen schafften wir es sogar ein persönliches Gespräch mit dem Minister im Kultusministerium zu arrangieren.

Bildungsstreiker vor dem Kultusministerium

So traf dann auch eine Delegation aus dem Erzgebirge, bestehend aus 6 Leuten (1x Parteilos, 1x Jusos, 1x Grüne Jugend, 3x Linksjugend) gegen 13 Uhr am Elbufer ein. Hier wurde als erstes ein gemeinsames Picknick mit gleichzeitiger Lagebesprechung abgehalten. Dann warteten wir vor dem Kultusministerium auf 2 Landtagsabgeordnete der Grünen und der SPD. Anschließend ging es durch die Sicherheitskontrollen hinauf in den Konferenzsaal. Nun war es also so weit und wir sollten zum ersten Mal mit einem Minister ins Gespräch kommen.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde, lobte Herr Wöller zu unserer Überraschung, als aller erstes unser Engagement, sich auch für andere einzusetzen. Gerade weil die CDU eigentlich den Bildungsstreik und Streiks im Allgemeinen ablehnt, freuten wir uns darüber besonders. Auf die Anfrage hin, ob er denn auch etwas gegen Schulleitungen tun könne, die es ihren Schülern verbieten zu streiken, verneinte er allerdings. Die Anfrage war nötig geworden, weil wir auch im Erzgebirge von Schülern erfahren mussten, dass ihnen die Teilnahme am Bildungsstreik unter Androhung von Strafen verboten wurde. Allerdings sollten die Lehrkörper mal darüber nachdenken, dass auch sie des öfteren Streiken und das für ähnliche Forderungen wie auch wir es tun.

Im Folgenden setzten wir unseren Themenschwerpunkt auf die Forderung „Gleiche Chancen für Alle!“, da diese von den Schülern auf dem diesjährigen Bildungsstreik besonders häufig genannt wurde. Diese Forderung könnte unserer Meinung nach, recht einfach durch eine Abschaffung des föderalistischen Bildungssystems erreicht werden. Allerdings stießen wir mit dieser Anregung nicht gerade auf offene Ohren. Offensichtlich interessiert es nicht, ob der Großteil der Bevölkerung ein einheitliches Schulsystem, in dem jeder egal wo er geboren wurde, die gleichen Chancen hat, von der Bevölkerung gewollt ist oder nicht.

Ein Themenpunkt  wo wir dann weitgehend überein trafen, war die mangelnde Mitgestaltung von Schülern an ihrer Schule. Eine Veränderung könnte dabei durch die Aufklärung der Schüler, über ihre Möglichkeiten der Mitgestaltung, im Fach Gemeinschaftskunde erfolgen.

Leider konnten wir nicht alle Themen ansprechen, welche uns von den Schülern mitgegeben wurden, da die Stunde viel zu schnell verging. Die Tapete mit den Wünschen der Schüler wurde allerdings dagelassen und kann noch weiter ausgewertet werden, sofern sie nicht verschwindet.

Die Verbesserungsvorschläge immer fest im Blick! ;-)

Nach dem Treffen mit Roland Wöller durften wir noch den Landtag besuchen, um dort gemeinsam an der Pressemitteilung zu Arbeiten. Ein Dank geht hierfür an Frau Giegengack.

Wir als Bildungsstreikbündnis und natürlich auch als Linksjugend [’solid] Erzgebirge möchten uns zudem für die Gesprächsbereitschaft von Herrn Wöller bedanken, denn leider ist diese nicht all zu häufig. Oft genug muss man sich auch schon auf Kreisebene anhören, dass man doch von der SED sei und das obwohl man zum Zeitpunkt der Wende erst 1 Jahr alt war. Gerade die Jugendgruppen der Regierungsparteien können sich hier mal von ihrem Kultusminister eine Scheibe abschneiden und noch viel lernen, was den respektvollen Umgang mit ihren Mitmenschen anbelangt.

Quelle: http://erzgebirge.linksjugend-sachsen.de/

Plauen klagt gegen Sachsen

Heute, am 31.05.2010 war eine wichtige Sitzung des Kulturausschusses der Stadt Plauen. Es ging darum, ob man gegen des Freistaat Sachsen klagt und damit versucht die Einschulung an der Grundschule Oberlosa zu erzwingen.

Der Kulturausschuss stimmte Einstimmig für eine Klage, obwohl der Kulturbürgermeister Täschner und ein Stadtrat der FDP erneut wenig Hoffnung auf Erfolg machten. Welch tolles Zeichen an die Öffentlichkeit!

Auch wir als Linksjugend sagen klar und deutlich NEIN zu Schulschließungen und zu langen Schulwegen für SchülerInnen. Das heißt auch ein Schulsterben auf Raten (durch immer mehr Mitwirkungsentzüge) zu verhindern.

Der Kampf hat begonnen!

Streikgründe: Neue Broschüre des SDS

Zur inhaltlichen Unterstützung des Bildungsstreiks hat Die Linke.SDS eine neue Broschüre herausgebracht: „Streikgründe – Argumente für linke Hochschulpolitik und Politik an der Hochschule“. In ihr werden von der Hochschulfinanzierung über Studienfinanzierung, der Frage des Hochschulzugangs, dem Abbau von Demokratie und kritischen Wissenschaften bis hin zum Bologna-Prozess und den Perspektiven des Bildungsstreiks Argumente für eine linke Bildungspolitik gebracht und hochschulpolitisches Basiswissen vermittelt.

weiter:   http://www.linke-sds.org/

Quelle: http://www.linke-sds.org/

Petition für ein BaFöG, egal wie lange studiert wird!

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass jeder zum Studium im deutschen Inland zugelassene Mitbürger die Möglichkeit hat, BaFöG zuerhalten, unabhängig von der Anzahl bereits studierter Semester. Eine Mindestanzahl Fördersemester sollten ihm zugestanden sein. Direkter Link zum Mitzeichnen der Petition:

https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=11558

Quelle: www.linksjugend-sachsen.de

Es ist unsere Bildung!

Auf die Barrikaden zum Bildungstreik 2009

Die derzeitigen Zustände und Entwicklungen im Bildungssystem sind nicht weiter hinnehmbar! Weltweit sind Umstrukturierungen aller Lebensbereiche nicht mehr gemeinwohlorientiert, sondern den sogenannten Gesetzen des Marktes unterworfen. Seit ein paar Jahren ist auch das Bildungssystem in den Fokus solcher “Reformen” geraten: Bildungsgebühren und die Privatisierung treffen uns alle!

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