Probleme sind schon vor Jahren entstanden! – Stellungnahme zu „Wir sind Deutschland“.

Die Protestwelle von „Wir sind Deutschland“ (WsD) scheint sich zu verfestigen und zu radikalisieren. Noch immer versuchen die Initiatoren sich nicht als Abklatsch von PEGIDA darzustellen und wollen sich als die Mitte der Gesellschaft zeigen. Ja durch aus ist größtenteils die Mitte der Gesellschaft dort vertreten. Dies ist allerdings kein Grund zu sagen, diese Veranstaltung wäre harmlos und unbedenklich.

Auch in der Mitte der Gesellschaft sind menschenverachtende Einstellungen, wie Rassismus, Antisemitismus und Homophobie vertreten. Woche für Woche treten neue RednerInnen auf, die teilweise auch aus bekannten rechten Gruppierungen stammen. Sie verbreiten menschenverachtendes Gedankengut jeglicher Art. Das passiert sowohl offen, als auch unterschwellig. Viele von ihnen sind wütend und unzufrieden über ihre persönliche Situation oder über andere Missstände. Dies begründet jedoch keinen Hass gegenüber Minderheiten oder Andersdenkenden. Über Probleme, wie Armut und prekäre Verhältnisse wird gesprochen. Oftmals werden die Benachteiligten der Gesellschaft gegen die, die noch weniger haben, ausgespielt. Man macht es sich bei dieser Veranstaltung sehr einfach und schimpft gegen „die da oben“ ohne seröse Lösungsvorschläge vorzuzeigen.plauen-altmarkt

Wir, die Linksjugend [’solid] Vogtland, wollen ganz klar vor Panikmache und Vorurteilen warnen. Des weiteren verurteilen wir, dass Verschwörungstheoretikern und Antisemiten, wie Ken Jebsen, in Plauen eine Plattform bekommen.Ken Jebsen ist Gründer des YouTube-Kanals „KenFM“. Mehrfach hat er öffentlich den Holocaust relativiert und massiv Hetze gegenüber Israel betrieben.

Nationalismus, so wie er von WsD ausgeübt wird, ist absolut keine Lösung, sondern ein Teil des Problems. Deshalb wollen wir im Gegensatz zu WsD keine Grenzen in und um Europa. Wir fordern legale und sichere Fluchtwege und ein bedingungsloses Bleiberecht für alle Geflüchteten. Keine Person, die aus Not nach Deutschland flieht, kann etwas für Probleme, die schon vor Jahren bestanden. Für uns ist der Kapitalismus als System das Problem und nicht die Personen welche flüchten. „Wir sind Deutschland“ beteiligt sich an der Panikmache im Bezug auf die derzeitige Migrationsbewegung. Deshalb verurteilen wir diese Protestbewegung.

Farbanschlag auf Plauener LINKEN-Büro

Bild des Besprühten Türschild

Plauen – In der Nacht zum Sonntag (01.09.) wurde das Türschild, sowie das Klingelschild der Kreisgeschäftsstelle der Partei DIE LINKE im Vogtland mit schwarzer Farbe besprüht.

In der gleichen Nacht gab es weitere Farbanschläge in der Stadt, unter anderem auf das Asylbewerberheim in der Pausaer Straße und auf das Islamische Zentrum. Dort wurde ebenso ein Wahlplakat der Partei herunter gerissen.

Die zumeist eindeutig rechtsextreme Botschaften, welche mit schwarzer Sprühfarbe hinterlassenwurden, sind eine Fortsetzung der rechtsextremistischer Schmierereien im Vogtland. Erst letzteWoche musste der Staatsschutz Ermittlungen in Oelsnitz/Vogtl. aufnehmen.

„DIE LINKE im Vogtland fordert die Bürgerinnen und Bürger des Vogtlandes und die politischen Verantwortlichen auf, sich aktiver am Kampf gegen den Rechtsextremismus zu beteiligen. Besonders, dass diese Anschläge in der Nacht des Weltfriedenstages passierten, zeigt noch mehrdie Ideologie der Verursacher.“ so LINKEN Kreisvorsitzende Janina Pfau.