Pressedienst: Fabian Blunk zum 19. Februar

Die Polizei fordert Gewaltfreiheit und geht mit schlechtem Beispiel voran

Nach den Protesten und dem erfolgreichen Verhindern der Naziaktionen in Dresden am 19. Februar muss nun die Aufarbeitung der Stunden danach beginnen.

Hierzu erklärt Fabian Blunck, Jugendpolitische Sprecher der Partei DIE  LINKE.Sachsen:
„Schockiert hat uns ein Video, welches zeigt, dass die Polizei bei dem Überfall auf das Hausprojekt „Die Praxis“ wenige Meter entfernt steht und zuschaut. Dies ist umso unerträglicher, im Kontext mit den am Samstag erlebten brutalen Übergriffen der Polizei auf die Antifaschistischen Protestler_innen.

Auch das wahllose Umsichschlagen der Staatsanwaltschaft Dresden macht nachdenklich.

Wir werden uns an den Solidaritätsaktionen für „Die Praxis“ und an denen für die Vereine die erheblichen Sachschaden bei der Durchsuchung der Räumlichkeiten im „Haus der Begegnung“ erleiden mussten beteiligen und fordern auf, ebendies auch zu tun.

Fest steht natürlich, dass das Wegschauen der Polizei beim Überfall zu Konsequenzen führen muss und die Schäden im Jugendhaus des „Roten Baum“ vom Freistaat zu erstatten sind.

Neonazis bedrängen Linksjugend

Neuensalz. Eine unliebsame Begegnung mit Neonazis musste am Samstag gegen 19 Uhr ein Plakatierteam der Linksjugend Vogtland hinnehmen. Im Gemeindegebiet Neuensalz wurden das Fahrzeug mit den drei jungen Leute von einem schwarzen Mercedes mit Zwickauer Kennzeichen 30 Minuten lang verfolgt und durch dichtes Auffahren bedrängt. Auf Grund von Aufklebern und Beschriftung scheint das Fahrzeug der Neonaziszene zuzuordnen zu sein. Die Insassen waren nach Aussage der Bedrängten mit schwarzen Kapuzen und Sonnenbrillen gekleidet. Diese hatten die jungen Linken mit Handys fotografiert. Die Mitglieder der Linksjugend haben darauf hin bei der Polizei Plauen Strafanzeige erstattet.