12.12.12, 16 Uhr Kundgebung „Für guten Geschmack“

Aufruf zur Kundgebung gegen den Thor Steinar Laden „Oseberg“
am 12.12.12, 16 Uhr in der Jößnitzer Straße in Plauen

Kleider machen Leute  – „Thor Steinar“ macht Meinung
Gegen rechte Klamotten – Für guten Geschmack

Sie haben Codes, Zeichen, Zahlen und sie haben eine „Meinung“. Eine Meinung, die sich durch Menschenverachtung, Hass, und Feindseligkeit gegenüber Andersdenkenden, sowie Andersaussehenden und allen, „die nicht dazugehören“, kennzeichnet.

Eine Form der „Meinungsäußerung“ neuer Nazis ist das Tragen bestimmter Kleidung. Darunter finden sich beispielsweise Marken wie „Thor Steinar“ oder „Brachial“.

„Thor Steinar“ ist eine Kleidungsmarke, die im Umfeld der neonazistischen Szene produziert und vertrieben wird. Sie bedient sich einer völkischen Symbolik mit nationalsozialistischen Bezügen und wird vorallem von Neonazis getragen.

Vertrieben wird diese Kleidung in Plauen durch den Thor Steinar Laden „Oseberg“. Dieser Laden stellt einen zentralen Anlaufpunkt für Neonazis und/oder unpolitische Menschen dar. Jede/r, die/der solche Klamotten kauft und anzieht, unterstützt direkt die Verbreitung von rassistischen und kriegsverherrlichenden Ideen in der Gesellschaft.

Die Marke „Thor Steinar“ ist sich ihrer Zielgruppe im rechten Millieu sehr wohl bewusst, ebenso wie die Betreiber des Ladens „Oseberg“ oder anderer Läden, die entsprechende Marken vertreiben.

Wir stellen uns entschieden gegen rechtes Gedankengut, Rassismus und Menschenfeindlichkeit in jeder Form.

Wir setzen uns gegen den Vertrieb rechter Klamotten und der damit verbundenen Meinungsmache ein.

Wir kleiden uns individuell und modisch. Wir brauchen und wollen keine rechte „Kampfbekleidung“ im Vogtland und in Plauen.

Kein „Thor Steinar“ in der Jößnitzer Straße und anderswo!

Veranstalter:
DGB Region Südwestsachsen

Unterstützer:
Aktionsbündnis Vogtland gegen Rechts

Schöner Leben ohne Naziläden!

„Oseberg“ schließen!

Plauen – Zur Eröffnung des Thor-Steinar-Shops „Oseberg“ in der Jößnitzer Straße erklärt die Linksjugend [’solid] Vogtland:

Geschäfte wie das „Oseberg“ sind immer ein wichtiger Anlaufpunkt für Nazi-Strukturen und deren Sympathisant_innen vor Ort.

Durch das Verknüpfen von ästhetischem Aussehen und mit heidnischen

Ursprung, versuchen Nazimarken auch über ihre eigene Käuferschicht hinaus, Fuß in der Gesellschaft zu fassen. Diese Kleidung dient als Erkennungsmerkmal innerhalb der rechtsextremistischen Szene. In vielen öffentlichen Einrichtungen ist das Tragen von Thor Steinar verboten (Bundestag, Landtag Sachen und Mecklenburg Vorpommern).

Im Jahr 2009 erschlichen sich die Betreiber des „Oseberg“ mit falschen Behauptungen einen Mietvertrag in den Kollonaden in Plauen. Nach Protesten und einem langen Klageweg wurde der Vertrag aufgelöst. Doch die Betreiber des Nazi-Shops scheinen nicht begreifen zu wollen, dass sie in Plauen nicht erwünscht sind.

Der Nazi-Laden wurde diesen Montag in der Nähe des Gewerkschaftshauses, auf der Jößnitzer Straße, wiedereröffnet. Doch das neue Missverhältnis wirft für uns Fragen auf:

Wurde dem Vermieter diesmal ehrlich gesagt, um welches Unternehmen es sich handelt?

Wer vermietet freiwillig an solche „Unternehmer“?

In den letzten Jahrzehnten kostete die menschenverachtende Ideologie der Neonazis 180
Menschen das Leben, deshalb kann es für uns nur heißen:

Kein Frieden mit alten und neuen Nazis, kein Frieden mit „Thor Steinar“!

Schöner Leben ohne Nazis- für ein weltoffenes Vogtland – Naziladen „Nordlicht“ das Licht ausschalten!

Flyer dem "Nordlicht" das Licht Ausschalten

Flyer dem "Nordlicht" das Licht Ausschalten

Kleidung, Anstecker, Fahnen, rassistische und antisemitische Tonträger: Die Palette des Warenangebots für Nazis ist lang. Die offensichtliche Verharmlosung und Verherrlichung des Dritten Reichs ist die Grundlage vieler vertriebenen Produkte.

Doch Naziläden bedienen nicht nur die eigene Szene mit ihren Erzeugnissen, sondern sind auch immer ein wichtiger Anlaufpunkt für ihre Strukturen und dessen Sympathisant_innen vor Ort. Durch das Verknüpfen von ästhetischem Aussehen und dem positiven Bezug zur Kolonialzeit oder das Verwenden von Symbolen mit nationalistisch-völkischen Ursprung, versuchen Nazimarken auch über ihre eigene Käuferschicht hinaus, Fuß in der Gesellschaft zu fassen. Beispiele sind hier Thor Steinar oder Erik and Sons.

Netzschkau ist eine vogtländische Kleinstadt neben Mylau und Reichenbach, welche alle keine unbekannten Orte sind: Brandanschläge, Körperverletzungen, Beleidigungen, Aufmärsche und auch regelmäßige Veranstaltungen zu Ehren des Hitlerstellvertreters Rudolf Hess, gehen auf der Konto der hier vorhandenen Nazistrukturen. Zwar hat nun die Stadt Mylau „ihren Problemladen – Ragnarök“ los, indem sie die Immobilie in der Hainstraße 8 aufgekaufte, jedoch verlagert sich die eigentliche Problematik nur territorial um.

Der Vermieter des neuen Objektes trat aufgrund von angeblicher Unwissenheit in das Mietverhältnis mit Thomas Meisser, der Kreisvorsitzende der NPD in Greiz und Nachfolger des ehemaligen „Ragnarök“ Besitzers Olaf Martin, ein. Doch die angebliche Unwissenheit ist keine Rechtfertigung für einweiteres Aufrechterhalten des Mietvertrages. Deshalb fordern wir den Vermieter auf, ein sofortiges Bemühen um die Auflösung des Mietverhältnisses anzustreben und sich deutlich und konsequent gegen Nazis und deren Handel(n) zu positionieren!

Am 16.05. ab 14 Uhr dem „Nordlicht“ das Licht ausschalten!