PM: Nehmt die Jugendlichen endlich ernst!

Plauen – Am 6. Dezember 2012 wurde die Skaterhalle „Rollkantine“ durch die Bauaufsicht der Stadt Plauen aus „bauordnungsrechtlichen und Brandschutzmängeln“ geschlossen. Eine neue Halle könnte im Kulturzentrum „Alte Kaffeerösterei“ entstehen. Dazu erklären Daniel Bache und Lars Legath (Stadtrat Fraktion DIE LINKE.) für die linksjugend [’solid] Vogtland:

„In Plauen beschwert man sich gerne darüber, dass die Jugend nur noch am Tunnel sitzt, trinkt und raucht. In Anbetracht dessen zeugt es nicht gerade von politischer Sensibilität, der städtischen Jugend ausgerechnet mitten im Winter, am Nikolaustag, mit der „Rollkantine“ eine ihrer Freizeitmöglichkeiten zu nehmen.

Die von der Bauaufsicht angegebenen Gründe zur Schließung der Halle sind durchaus
nachvollziehbar, doch diese bestanden auch bei der Schließung und Wiedereröffnung letztes Jahr. Zur Sicherung der Halle hat die Stadt dem Betreiberverein 18.000,- Euro zur Verfügung gestellt, dieser hat das Geld auch an den Vermieter überwiesen. Wofür sind diese Gelder verwendet wurden? Diese Frage haben wir auch gestern im Stadtrat noch einmal aufgeworfen.

Auch wenn die bestehenden Mängel behoben sind, dürfen maximal 20 Personen gleichzeitig darin skaten – ist völlig irreal! Die Sektion Skaten beim Post SV Plauen hat 70 zahlende Mitglieder, dazu kommen noch viele Besucher_innen aus ganz Deutschland.
Auch wenn die von Bürgermeister Manfred Eberwein in einem Gespräch mit den Skater_innen zu begrüßen ist, müssen den Worten allerdings auch Taten folgen. Die Jugendlichen wünschen sich ein neues Domizil in der „Röste“, dafür sollte die Stadt jetzt Fördermittel beantragen, damit der deutschlandweite Skate-Contest 2014 nicht wie kommendes Jahr ausfallen muss, sondern planmäßig stattfinden kann.

Nehmen Sie die Interessen der Jugend endlich wieder ernst, damit die Stadt zukünftig auch für die junge Generation wieder attraktiv wird.“